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27.03.2017

Kommentar zur Woche

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Guten Tag, liebe Leser

Nein, dieser Politiker macht es uns Deutschen nicht einfach. Er schafft es, dass die Volksseele kocht. In Deutschland und auch im eigenen Land. Recep Erdogan aber will genau das. Immer schriller werden die Töne des türkischen Präsidenten. Während er zuhause Bomben auf Kurden werfen lässt, politische Gegner und Journalisten ins Gefängnis steckt, attackiert er Deutschland verbal mit allem was ihm einfällt. Bis hin zum Nazi-Vergleich reicht sein klägliches Repertoire. Und das alles dient zwei Dingen: Einmal seinem Wahlkampf, dessen Ergebnis ihm mehr Macht sichern soll, und andererseits der Missionierung Europas.

Mit seinen rhetorischen Angriffen auf Deutschland will er nur erreichen, dass die Deutschen reagieren. Mit Einreiseverboten, mit Sprechverboten. Denn dann kann er den Finger heben und seinen Landsleuten soufflieren: Seht Ihr, die Deutschen sind genauso wie ich es sagte. Sie sind Feinde der Demokratie. Eure Gegner.

Die Ruhe, die unsere Regierung angesichts der verbalen Ausfälle Erdogans in den letzten Wochen walten lässt, tut gut. Jetzt nur nicht einlassen auf das Spielchen des türkischen Macho-Politikers, dessen Ziel es ist, bei seinen Anhängern den Eindruck einer stimmgewaltigen  Führungsperson zu erwecken. Berlin lässt ihn auflaufen. Und das ist gut so. Dabei verrät Erdogan seit Jahren seine Strategie. Zum Beispiel durch Massenmigration will er zunächst Deutschland zu seinem missionarischen Weltbild bekehren.

Merkels Fehler war, den Flüchtlingsdeal mit ihm zu schließen. Dadurch meint er, Deutschland sei nun erpressbar. Berlin behält Ruhe. Gut. Doch neben dem  kühlen Kopf muss man über Antworten nachdenken. Die Türkei finanziert sich über den Tourismus. Großteils wird das Geld von deutschen Urlaubern ins Land gebracht. Hier kann am Geldhahn gedreht werden. Von jedem einzelnen. Zudem geben Deutschland und Europa der Türkei gewaltige Geldsummen. Angeblich zur Förderung der Demokratie. Diesen Geldhahn kann Europa auch ganz schnell mal zudrehen.

Ihnen eine angenehme Woche
ihr
Reinhold Haimüller

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